Wilkommen in Epe von 4 bis 7 juni 2019

Die Eper Paardenvierdaagse haben 1993 zum ersten Mal stattgefunden, dann auch noch als 'Avondvierdaagse voor ruiters en menners' unter der Leitung des Reit- und Fahrvereins "De Vrije Teugel". Die Strecken mit einer Durchschnittslänge von ca. 15 km wurden damals auch noch abends geritten. Erst um 18.45 Uhr sind die ersten Teilnehmer losgeritten, dann alle 4 Minuten die Nächsten.

Die Idee für die Vierdaagse ist innerhalb des Vereins während der üblichen monatlich stattfindenden Ritte entstanden. Es handelt sich hierbei um gemütliche Freizeitritte an jedem ersten Sonntag des Monats, die jeweils durch verschiedene Mitglieder organisiert wurden und noch immer werden.

H. Heikens

Nachdem die ersten erfolgreichen Vierdaagse stattgefunden hatten, ist sofort eine Kommission ins Leben gerufen worden, die dieses Ereignis jährlich organisieren sollte. Das Pferdezentrum Epe an der Rietberglaan blieb Start- und Zielpunkt der Verschiedenen Strecken. Das System der festgelegten Startzeiten für Reiter und Fahrer ist sofort abgeschafft worden.

Es ist stetig darüber nachgedacht worden, wie die Veranstaltung für die Teilnehmer noch verbessert werden kann. Bei den jährlich veränderten Routen ist auch mit der Länge der jeweiligen Routen experimentiert worden, z.B. in dem an einigen Abenden Wahlmöglichkeit zwischen Strecken von 15 oder 25 km anzubieten. Im Vordergrund stand aber von jeher, dass jeder in aller Ruhe reiten oder fahren können muss.

Dass das Konzept der Vierdaagse gut angekommen ist, lässt sich aus der Statistik gut erkennen. Immer mehr Reiter und Fahrer wollten an dieser wunderbaren Veranstaltung teilnehmen und ihr Hobby ausüben. Dieser stetige Zuwachs an Teilnehmern warf bei der Organisation große Probleme auf. Der Parkplatz und eingeschränkte Nutzungsraum rund um das Pferdezentrum, der auch noch für eine weitere Reitvereinigung zur Verfügung stehen mußten, wurden schnell zu klein.

Die wachsende Anzahl der Teilnehmer und das zunehmende Raumproblem führten Ende 1996 zu Streitigkeiten zwischen der Organisation und dem Verein. Und so wie es im Vereinsleben häufig geschieht, gab es einen Bruch. Die Kommission der Vierdaagse fand danach einen neuen Verein, mit dem zusammengearbeitet wird. Es ist die Kutschervereinigung "het Apeldoornsch Gerij". Somit konnte das Ereignis weiter stattfinden.

Seit der 5. Vierdaagse wird die Veranstaltung nun auf einem großen Terrain organisiert, ein Festzelt wird aufgebaut und es ist genug Platz für alle Reiter und Fahrer um Autos und Anhänger direkt bei dem Start-/Finishterrain zu parken.

Im Laufe der Jahre sind die Startzeiten immer weiter ausgebreitet worden, um zu vermeiden, daß die Teilnehmer zu dicht hintereinander starten und sich unterwegs stören. Aus diesem Grund kann von ABENDvierdaagse keine Rede mehr sein, seitdem ist die Veranstaltung umbenannt in "Eper Paardenvierdaagse für Reiter und Fahrer". Es ist deutlich geworden, daß es organisatorisch nicht möglich ist, mit verschieden langen Routen zu arbeiten, deshalb sind alle Strecken jetzt auf gut 20 km festgelegt.

Die Paardenvierdaagse haben auch ein schwarzes Jahr mitgemacht und zwar 2001, nicht sosehr das Ereignis selbst, aber die Maul-und Klauenseuche ist in diesem Gebiet ausgebrochen, was konkret bedeutete, dass das ganze Gebiet für alle Ein- und Paarhufer hermetisch abgeriegelt war. Kein Transport von diesen Tieren, deren Mist und Tierprodukte war noch erlaubt. Als Präventionsmaßnahme sind alle Paarhufer dieser Region geräumt worden, und das obwohl ein funktionierender Impfstoff vorhanden war! 
Ende April war noch nicht klar, ob es wieder gestattet sein würde im Wald zu reiten, so wurde beschlossen für dieses Jahr die Paardenvierdaagse nicht stattfinden zu lassen. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass es dem Organisationskomitee nicht angepasst erschien, um so ein großes, geselliges Ereignis in einem schwer krisengeschüttelten Gebiet stattfinden zu lassen.

Die Geschichte schien sich bei den 10. Eper Paardenvierdaagse zu wiederholen, diesmal im Sinne der Vogelpest (Aviaire Influenza). Zum Glück wurde diese Gefahr rechtzeitig eingedämmt, so dass das Jubiläumsjahr gefeiert werden konnte. Während der 10. Paardenvierdaagse konnte der 1.000 Teilnehmer begrüßt werden ebenso derjenige Teilnehmer, der das Ereignis zum 10. Mal hintereinander mitgeritten hat!

Die große Wertschätzung des Ereignisses, die sowohl Besucher als auch Teilnehmer für die Veranstaltung haben, bestärken die Kommission mit der Veranstaltung jährlich weiterzumachen.